Bodyboards

Bodyboardgrösse: Eine Faustregel sagt, dass das stehende Board ungefähr bis auf die Höhe des Bauchnabels ragen darf. Die Breite des Brettes sollte so sein, dass du es beim Tragen gerade noch unter der Achselhöhe einklemmen kannst. Natürlich hängt es aber nicht nur von Deiner Grösse ab, sondern auch von Deinem Gewicht. Viele Hersteller liefern Angaben, welche Grösse für wen passend ist.

Elemente eines Bodyboards: Wie beim Surfbrett, gibt es auch bei den Bodyboards unterschliedliche Shapes. Die Form des Boards verändert sich aber nicht so sehr, sondern es sind mehr die einzelnen Elemente, welche sich unterscheiden. Hier sind zwei Elemente, welche die Eigenschaften des Bodyboards unter anderem beeinflussen.

Tail: Ein Kernelement, wenn es um die Form des Bodyboards geht ist das Tail. Generell gilt: je breiter das Tail, desto mehr Kontrolle. Im Gegenzug macht ein schmaleres Tail das Board beweglicher und somit auch geeigneter für Tricks.

Bat Tail Crescent Tail
Bat-Tail: Geformt wie ein Fledermausflügel. Diese Tail-Form sorgt für extreme Flexibilität und eignet sich hervorragend, um Tricks zu fahren. Um das Brett ruhiger gleiten zu lassen, haben Bodyboard mit Bat-Tail oftmals Vertiefungen an der Unterseite der Boards. Ideal für Bauchfahrer. Crescent Tail: Geformt wie ein "u", teilweise über das ganze Tail gezogen. Gibt dem Board Stabilität beim Fahren und gleitet ruhiger durchs Wasser. Ist dadurch sowohl für Anfänger geeignet, wie auch für steile Wellen. Wer also auf den Knien oder in Tubes fahren will, ist mit einem Crescent Tail unterwegs. 

Rail: Analog zu den Surfboards ist auch bei den Bodyboards die Art der Kanten mitentscheidend. Auch hier gilt: je flacher der Kantenwinkel, desto schneller ist das Board und je Steiler der Winkel, desto mehr Grip hast du in der Welle. Schliesslich ist es ja jeweils eine Kante, welche in der Welle hängt und Dir damit die Fahrtrichtung hält. Es gibt 3 Typen von Rails, welche unterschieden werden, anhand des Verhältnis der Ränder beschreiben, die durch die Kante getrennt werden: 

Bodyboard Rail 6040 Boardboard Rail 5050
60/40: Das bekannteste Design der Rails. Der Anteil unterhalb der Kante ist etwas grösser, als der obere. Bietet gute Kontrolle und erweist sich als optimale Lösung für alle Bedingungen 50/50: Diese Art der Rail soll für mehr Geschwindigkeit sorgen und ist für grösseren und steile Wellen geeignet. Die Kanten sorgen dafür, dass sich das Board extrem an die Welle eingräbt, dadurch aber das Fahren in kleineren Wellen erschwert.

Leash installieren: Die Bodyboards werden mit Leash geliefert, aber wo Du die Leash befestigst bleibt Deinen Präferenzen überlassen. Die meisten werden die Leash allerdings vorne mittig installieren. Die Vorgehensweise ist dabei wie folgt:

  • Fahre von der Spitze etwa 20cm nach unten und drücke mit einem Schraubenzieher gerade durch das Brett bis zum Slick (Unterboden) durch. Wenn Du dabei den Schraubenzieher mit einem Feuerzeug vorher erwärmst, geht es einfacher.

Hinweis: Sollte das Board einen Stringer enthalten, wählst Du das Einstichsloch einfach etwa 3cm links oder rechts vom Stringer. 

  • Um den Slick zu durchstossen, reicht es, auf den Schraubenzieher zu schlagen. Führe den Plug nun in den Schaft ein und schraube ihn fest.
  • Achte dabei, dass der Plug sich leicht ins Material eindrückt, damit alles wasserdicht verschlossen ist. 

Leash tragen: Hier gibt es zwei Möglichkeiten, wo man die Leash befestigen kann. Entweder ist es das Handgelenk oder um den Oberarm. Die meisten Tragen die Leash um den Oberarm, sie ist dadurch weniger störend, aber ein bisschen mühsamer zum befestigen.

Bodyboard-Flossen: Zu Bodyboarden ohne Flossen ist fast unmöglich. Sie helfen dir bei jedem Aspekt des Bodyboardens. Beim Rauspaddeln, beim Anpaddeln der Wellen, Steuern und Kontrollieren des Boards. Die Flossen sind deine Finnen, Paddel und Ruder gleichzeitig. Nebst dem Brett selbst, sind die Flossen sicherlich das Wichtigste am Ganzen. Natürlich kannst Du das Weisswasser auch im knietiefen Wasser ohne Flossen anspringen, aber irgendwann willst Du halt doch zu den Wellen.

Materialien: Das heutige Bodyboard besteht aus dem Hartschaumstoff Polyethylen (kurz PE) oder Polypropylen (kurz PP).

  • PE eignet sich eher für kältere Gewässer und ist somit für die europäischen Gewässer besser geeignet. Existiert in verschiedenen Härtegraden und ist das am meisten verbreitete Material. Um die erwünschte Steifigkeit zu erreichen, verwenden die Hersteller speziell aufgebaute Kerne.  
  • PP ist ein dichteres Material und eher für wärmere Gewässer geeignet. In kaltem Wasser nimmt die Steifheit des PP-Boardes zu, wodurch die nötige Flexibilität verloren gehen kann. Durch seine Dichte ist PP aber unempfindlicher gegen das Eindringen von Wasser und haltbarer als PE. Das Material ist aber extrem teuer.
  • EVA (Schaumpolystrol) ist das günstigste Material und kann je nach Verarbeitung zur Herstellung von Bodyboards verwendet werden. Die Nachbauten aus dem Supermarkt eignen sich aber nur bedingt zum Bodyboarden und sind nicht für Wellen geeignet.