Fabian Boeni

#surfarisurfteam

Fabian Boeni

Jahrgang: 1986

Beruf: Pilot

Hometown: Mels

Hobbies: Videodreh & Schnitt, Musik, Drohne, Surfing

Stance: Goofy

Boardsports: Ocean Surfing / Wakesurf / Snowboard

Homespot: Peniche, Portugal

Favourite Destinations: Indonesien, Madagaskar, Portugal

Surfboards: Semente Talisman

Love: Yvi

Hate: Plastik

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Interview mit Fabian Böni

Erzähl doch mal kurz etwas über dich/ Stelle dich vor.

Hallo, ich bin Fabian, auch bekannt unter Sunny wenn ich unterwegs am Surfen bin. Bin mit der ehemaligen Surfari-Angestellten Yvi verheiratet und wir haben seit Mai diesen Jahres Surf-Nachwuchs bekommen.
Nebst Surfari als Sponsor, arbeite ich noch bei Swiss Intl. Airlines als Pilot um die vielen Surftrips zu finanzieren.

Wie ist es zu deiner Leidenschaft zum Surfen gekommen?

2006, nach Abschluss meiner Erstausbildung bin ich nach Hawaii um mein „Englisch zu verbessern“. Am Strand von Waikiki gabs ein unschlagbares Angebot, zwei Stunden Surf Kurs für 35 $ - „If you can’t stand up, you get your money back„. Mit dem 12 Fuss langen Longboard, habe ich mein Geld natürlich nicht mehr gesehen. ;-) Seit da bin ich absolut angefressen und versuche so oft wie möglich zum Surfen zu kommen.

Seit wann surfst du?

2006

Was fasziniert dich am Surfen/ wieso machst du es?

Es gibt mir ein wahnsinnig gutes Gefühl, im Element Wasser und mitten in der Natur zu sein. Ich liebe es die Kraft des Meeres zu spüren, die Wellen zu lesen und sie versuchen ideal als meinen Antrieb zu gebrauchen. Ausserdem führt mich die Leidenschaft am Surfen immer wieder an wundervolle und interessante Orte, welche ich als Nicht-Surfer wahrscheinlich nie besucht hätte.
Ich glaube es hilft mir auch abzuschalten und komplett was anderes zu machen als in unserem Alltag in der Schweiz (obwohl in meinem Job habe ich ja eigentlich auch viel Abwechslung ) Somit ist für mich das Surfen ein „rundum-wohlfühl-Paket“.

Du darfst nur noch einen Ort für den Rest deines Lebens fürs Surfen auswählen. Welcher Ort wäre das-und wieso?

Mexiko. Unglaublich viele gute Wellen, gute Bedingungen, gutes Essen und nette Leute.

Was oder wer ist deine grösste Inspiration wenn es ums Surfen geht?

100 Prozent meine bessere Hälfte. Nein nicht Yvi, sondern das „Mind-Surf-Ich“. Mind-Surfing: Du sitzt am Strand und schaust auf die Wellen, surfst sie vor deinem inneren Auge ab und denkst dir wie und wo du welche Manöver reinhaust. Genau dieses „ich“ ist meine Inspiration. Sobald ich im Line-Up sitze sieht die Realität natürlich anders aus, doch hi und da kriege ich doch einen Turn oder ein Manöver wie vor meinem inneren Auge hin (fühlt sich zumindest so an ;) ).

Und natürlich mein Schatz Yvi auch.

Welche Boards bevorzugst du zum Wellenreiten?

Hauptsächlich klassische Performance Shortboards mit Biss in den Kanten. Nichts ärgert mich mehr als wenn mal eine Kante im Turn nicht hält...

Wie fühlt es sich an ein Teamrider von Surfari zu sein?

Cool. Ich fühle mich wie in einer kleinen Familie und schätze den Kontakt zum Surfari Team sehr.

Kann man in der Schweiz von einer Surfszene reden? Falls ja, bist du in einem Club aktiv oder passiv tätig?

Ich denke sehr wohl man kann davon reden. Man hört ja auch hie und da mal wieder Schweizerdeutsch im Line-Up – und zwar an manchen Orten dieser Welt.
Von Surfari, SSA und Waveup kriege ich oft mit was gerade aktuell ist. Obwohl ich selber nicht gross involviert bin, finde ich es super, dass sich diese Organisationen und Unternehmen so einsetzen.

Was war bis jetzt deine grösste Herausforderung im Surfen?

Ich denke das umgehen mit Crowds. Aber nach einem halben Jahr leben auf Bali kriegt man das definitiv in den Griff.

Was ist dein schönstes Surfabenteuer? Beschreibe eine Anekdote aus einem Surftrip.

Prinzipiell denke ich, je grösser der Aufwand um den Surf Spot zu erreichen, umso schöner schlussendlich das Surfabenteuer (Natürlich nur wenn es auch gute Wellen hat und auch nicht bereits 20 andere Surfer die gleiche Idee hatten).
Letzten Winter war ich mit einem guten Freund für drei Wochen in Indonesien. Die Hinreise dauerte ca. 40 Stunden mit Flugzeugen und sonstigem „Transport“. Die ersten drei Nächte schliefen wir unter einfachsten Bedingungen (von A/C keine Spur, Moskitonetz war auch Fehlanzeige, und sogar das Klo mussten wir mit Hühner und Schweinchen teilen). Trotz wunderschöner tropischer Gegend lud das Ambiente nicht so zum geniessen ein. Essen zu finden war ebenso gar nicht einfach und zu guter Letzt war der Surf Spot auch noch ultra Heavy mit shallow Reef und wer weiss was sonst noch alles (wir waren weit und breit die einzigen Surfer, darum konnten wir auch niemanden fragen). Nach diesen ersten drei Tagen waren wir ziemlich desillusioniert und spielten bereits mit dem Gedanken abzureisen. Wir hatten noch von einem weiteren Ort auf der Insel mit guten Wellen gehört, und wollten diesem eine Chance geben. Hier wurden wir fündig. Wir freundeten uns schnell mit einer kleinen Gruppe von jungen einheimischen Surfern an, mieteten ein Auto und die Jungs zeigten uns die Surf Spots. Die restlichen zwei Wochen unseres Surftrips waren Hammer! Jeden Tag zwischen zwei und sechs Fuss Wellen, offshore Wind, empty Line-Ups (Ausser die Jungs hatten keine Schule und wir nahmen sie mit), und einen Aufwand der sich definitiv gelohnt hat. (siehe Video)

Gibt es eine Surfkultur für dich? Wenn ja, wie würdest du sie beschreiben? Oder umformuliert: Gibt es Stereotypen in der Surfwelt über das Surfen oder die Surfer für dich?

Ich denke Surfkulturen gibt es viele, sei es die klassischen wie in Kalifornien oder Hawaii. Als Landlocked Surfer in der Schweiz ist es ein bisschen schwierig morgens vor der Arbeit eine Session zu machen, oder am Wochenende für einen Swell einen Spot anzufahren. Ich halte es so, dass ich mit meinem 80 % Job so viel Surfurlaub wie möglich mache. Das gute bei meinem Arbeitgeber ist, dass ich meine Teilzeit-Tage am Stück nehmen kann. Wenn immer möglich fliege ich an Destinationen mit hohem Score Potenzial und wenig Crowds. Der Rest der Zeit in der Schweiz halte ich mich mit Wakesurfing, Snowboarding und fitness übungen in Form, um möglichst nicht bereits nach der ersten Session im nächsten Surfurlaub schon total ausgepowered zu sein. Somit denke ich, dass der Schweizer Surfer, oder allgemein der „Landlocked Surfer“ ein Stereotyp für sich ist.